Konzertvorschau Herbst 2018


Liebe Musikfreunde,

Wir freuen uns, Sie zu unseren nächsten beiden Konzerten einzuladen. Sie hören uns am

Freitag, 28. September, um 20 Uhr in der reformierten Kirche Stadel,

Sonntag, 30. September, um 17 Uhr in der reformierten Kirche Bülach.


Auf unserem Programm stehen

von Johann Nepomuk Hummel (1778–1837) das Potpourri (mit Fantasie) op. 94 für Bratsche und Orchester (von 1820) und
von Louis Spohr (1784–1859) die Sinfonie Nr. 2, op. 49, in d-Moll (ebenfalls von 1820)

«1820 – 2018»

Mit diesen Jahrzahlen – die aus den selben Ziffern bestehen – ist das Programm überschrieben, das wir für die beiden Herbstkonzerte vorbereiten.
Es geht also um Musik, die vor ziemlich genau zwei Jahrhunderten komponiert worden ist. Ausgewählt haben wir Werke zweier Komponisten der gleichen Generation, die beides hochgeschätzte Instrumentalvirtuosen waren: Johann Nepomuk Hummel war einer der berühmtesten Pianisten seiner Zeit, Louis Spohr einer der gefeiertsten Violinisten. Jeder von ihnen erteilte hochkarätigen Unterricht auf seinem Instrument und hinterließ eine wichtige Lehrschrift dazu. Hummel gehört dem österreichischen Bereich an: er stammt aus Pressburg/Bratislava, Spohr ist Norddeutscher, er ist aus Braunschweig gebürtig. Jeder von beiden stand in seiner Weise mit Beethoven in Beziehung.

Auch als Komponisten zählten Hummel und Spohr zu den berühmtesten in ihrer Zeit. Ihre Werke standen hoch in der Gunst des Publikums. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts kam in großbürgerlichen Kreisen der musikalische Salon auf: In privatem Kreise erfreute man sich an gepflegter Musik. Beliebte Werke wurden oft in Bearbeitungen für Klavier (zu zwei oder vier Händen) dargeboten. Etwas von diesem Geist ist in dem virtuosen Stück für Viola und Orchester spürbar, einem „Potpourri mit Fantasie“. Darin werden bekannte Arien aus Opern von Mozart und Rossini evoziert (Potpourri), worüber der Solist in höchst virtuoser Art improvisiert – „phantasiert“ sagte man damals. Spohrs zweite Sinfonie hält sich stilistisch recht nahe an Beethoven, ist jedoch frei von dessen Dramatik.

Das Programm unserer Konzerte bietet die Gelegenheit, Bekanntschaft mit zwei höchst ansprechenden, jedoch eher wenig bekannten Werken zu machen. 

Als Solist konnte Mihai Cocea, der junge, aus Bukarest stammende Solobratschist der Philharmonie Brüssel, gewonnen werden. Sein virtuoses, aber dabei höchst ausdrucksvolles Spiel verspricht, ein ganz besonderer Genuss zu werden. Anders als sonst wird das Publikum, bevor die Musik einsetzt, durch die Rezitation kurzer Texte aus dem Umfeld der beiden Komponisten etwas eingestimmt. 

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Wir würden uns freuen, Sie an einem der beiden Konzerte unter uns zu wissen. Am besten notieren Sie sich gleich schon jetzt die beiden Daten.