Liebe Musikfreunde,

Wir würden uns freuen, Sie auch dieses Jahr wieder im Publikum begrüssen zu dürfen.



Frühlingskonzert 2019
Duscha – vom slawischen Wesen“


Stefanie Mirwald, Akkordeon

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Samstag, 13. April 2019, 20:00 Uhr, Reformierte Kirche Embrach
Sonntag, 14. April 2019, 17:00 Uhr, Reformierte Kirche Stadel


Wassili S. Kalinnikow
Intermezzo Nr. 2 in G-Dur

Wiatcheslaw Semionow
Bulgarische Suite für Akkordeon und Streichorchester

Antonín Dvořák
Tschechische Suite in D-Dur, op. 39



Duscha“

Dieses russische – wie auch bulgarische und tschechische – Wort bedeutet ‘Seele, Beseeltheit’. Es steht für die Essenz der slawischen Kultur und äussert sich in ihrer Musik. Diese Grundstimmung möchten wir mit unseren beiden Konzerten vermitteln. Aufgeführt werden drei Werke, welche die Eigenschaften des jeweiligen Landes vergegenwärtigen. Zwei von ihnen dürften bei uns ziemlich unbekannt sein.

Das Leben des russischen Komponisten Wassili S. Kalinnikow (1866–1901) war gezeichnet durch materielle Not und durch eine schwere Krankheit, die zu seinem frühen Tod führte. Er hat ein beachtliches kompositorisches Œuvre hinterlassen: neben Werken für sinfonische Besetzung stehen Vokalwerke und kleinere Klavierstücke. In seiner Musik äussert sich nichts von den Bedrängnissen, denen er unterworfen war: ihre Tonsprache ist heiter und melodiös; sie hat typisch russischen Charakter. Davon zeugt auch das muntere Intermezzo Nr. 2 in G-Dur, komponiert 1897.

Wiatcheslaw Semionow (*1946), ebenfalls russischer Nationalität, ist ein nach wie vor aktiver Virtuose auf dem Bayan, dem chromatischen Akkordeon seiner Heimat. Für dieses Instrument hat Semionow zahlreiche Werke komponiert. Seine Bulgarische Suite, aus drei Sätzen bestehend, lebt von dem Wechsel zwischen raschen, hinreissenden Rhythmen und seelenvollen Kantilenen, sie ist gänzlich von der bulgarischen Volksmusik inspiriert. Die Kombination des Akkordeons mit einem klassisch besetzten Streichorchester trägt viel zum Reiz dieses überaus ansprechenden Werkes bei.

Von Antonín Dvořák (1841–1904) spielen wir die Tschechische (oder Böhmische) Suite (op. 39). Sie erlebte ihre Uraufführung 1879, stammt damit aus jener Zeit in Dvořáks Leben, in der er als Komponist vermehrt an die Öffentlichkeit getreten war und die ihm zukommende Anerkennung erlangt hatte. In Böhmen, zum Habsburgerreich gehörend, gaben damals die deutsch-böhmischen Kreise den Ton an, dagegen suchte sich mehr und mehr die genuin tschechische Kultur zur Geltung zu bringen. Dem dient auch Dvořáks Tschechische Suite, die von heimischem Melodiegut inspiriert ist.

Die junge Akkordeonistin Stefanie Mirwald (*1988) zählt zu den aktivsten Akkordeonisten ihrer Generation. Sie widmet sich in ihrer künstlerischen Tätigkeit einer breiten Palette, von der Alten Musik über Tangos von Astor Piazzolla bis zur zeitgenössischen Musik führend. Für ihr Schaffen wurden ihr zahlreiche Auszeichnungen zugesprochen, so 2014 der Kulturpreis Bayern und 2016 der Kiefer Hablitzel Preis. Sie konzertiert weltweit mit bedeutenden Orchestern und Ensembles.


Herbstkonzert 2019

Bitte merken Sie sich schon mal die Daten vor. Das Programm wird rechtzeitig im Voraus bekannt gegeben.


Samstag, 28. September 2019, 18:00 Uhr, reformierte Kirche Bülach
Sonntag, 29. September 2019, 17:00 Uhr, reformierte Kirche Eglisau